Frauen Union Kreis Olpe
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Archiv
10.01.2016, 09:50 Uhr
Kreis-Frauen Union fordert „Nein zu Gewalt gegen Frauen“

Leider passieren Übergriffe weltweit tagtäglich – im öffentlichen Raum, aber auch Zuhause. Die häufigste Ursache, auch im Kreis Olpe, ist oftmals häusliche Gewalt.

Die jüngsten Ereignisse direkt vor unserer Haustür in Köln in der Silvesternacht machen uns sicherlich alle sprachlos. Dort hatten sich auf dem Bahnhofsvorplatz laut Polizei etwa 1.000 Männer versammelt, die "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammen. Aus der Menge heraus sollen einige von ihnen Frauen umzingelt, ausgeraubt und sexuell belästigt haben. Die Zahl der Anzeigen liegt derzeit bei 90. Bei einem Viertel der Anzeigen handele es sich um sexuelle Übergriffe, die vorgenommen wurden, um Diebstähle begehen zu können. Diese Ereignisse zeigen eine neue Qualität der Gewalt insbesondere gegen Frauen auf. Es ist unabdingbar, dass wir Erniedrigung und Gewalt ein unmissverständliches „No Go“ entgegensetzen: Das heißt keine rechtsfreien Räume, kein Verschweigen, Darüberhinwegsehen oder gar Inkaufnehmen von Verbrechen gegen die Menschenwürde.

Innere Sicherheit steht für Freiheit. Um diese weiter zu erhalten, ist eine Aufklärung von Straftaten durch die Polizei unabdingbar. Unabhängig vom Hintergrund der Täter muss der Rechtsstaat zeigen, dass er massiv gegen solche Übergriffe vorgeht und die Prävention verstärkt. Wir müssen die sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit von Frauen, aber auch von Kindern, besser schützen.

Von jedem wird erwartet, andere Kulturen zu akzeptieren. Daher dürfen andere Kulturen auch keine Ausrede sein, um die Wertigkeit der Menschenwürde anzutasten. Viele Flüchtlinge kommen zu uns, weil sie eine schlechte Vergangenheit erlebt haben und auf ein sicheres Leben bauen. Wir alle brauchen ein sicheres Umfeld, zu Hause sowie auch im öffentlichen Raum.

Integration beginnt bei allen in den Köpfen – Integration heißt aber auch Lernen. Dieses betrifft sicherlich auch die Akzeptanz des geltenden Rechtes in unserem Land, der Gleichwertigkeit aller Menschen und der damit verbundenen Menschenwürde, die uns alle ein friedvolles Zusammenleben ermöglichen soll und muss. Nein zu Gewalt – Nein zu Gewalt gegen Frauen. Hier ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen neu festzusetzen. Aber vor allen Dingen wünschen wir den Betroffenen selbst den Mut, diese Gewalt anzuzeigen, so Ursula Stuff, Kreisvorsitzendes der Frauen Union Olpe.

An dieser Stelle geben wir gerne den Hinweis zu dem bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Unter der Telefonnummer 08000 - 116 016 können Frauen, die von Gewalt betroffen sind, ein Hilfe- und Unterstützungsangebot nutzen, das bundesweit, kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung steht. Qualifizierte Beraterinnen beraten anonym und barrierefrei, geben Informationen und vermitteln bei Bedarf an Anlaufstellen vor Ort. (Weitere Infos finden Sie unter www.bmfsfj.de).

(Fotoquelle: www.bmfsfj.de)