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27.08.2017, 21:30 Uhr
„Starke Frauen. Starkes Deutschland.“

Kreis Olpe/Braunschweig. „Starke Frauen. Starkes Deutschland.“ Unter diesem Motto ist die Frauen Union Südwestfalen mit einem großen Aufgebot zum 32. Bundesdelegiertag der Frauen Union Deutschland nach Braunschweig gereist.

Nicht nur die gewählten delegierten Frauen, sondern auch eine Vielzahl an Gästen aus Südwestfalen, u.a. 32 Frauen aus dem HSK, nahmen an dem Treffen teil, um die Reden der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen zu hören. Beschlossen wurde mit mehr als 300 Stimmen die Braunschweiger Erklärung, mit der die Position der Frauen in Familie und Beruf gestärkt wird. Forderungen zusammengefasst „Mit der Braunschweiger Erklärung haben wir unsere Forderungen für die nächste Legislaturperiode zusammengestellt. Für Familien sind insbesondere eine flexible und lebensphasenorientierte Zeitpolitik, eine finanzielle Entlastung und Förderung sowie eine gute Infrastruktur wichtig. Frauen wollen nicht nur gleiche Rechte, sondern Gleichstellung in allen Lebensbereichen“, erklärt Annette Widmann-Mauz (MdB), Vorsitzende der Frauen Union Deutschland.
Die Frauen in der CDU haben sich für eine Stärkung der eigenständigen Alterssicherung für Frauen ausgesprochen. Bei der Bedürftigkeitsprüfung im Alter dürfen Kindererziehungszeiten und auch die Mütterrente nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden. Die Mütterrente wurde 2014 eingeführt, seither wird Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern bei der Rente ein zusätzliches Jahr Erziehungszeit angerechnet. Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz Weiterhin fordert die Union von der künftigen Bundesregierung unter anderem einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Grundschulalter. Außerdem wird eine bessere Anerkennung der Pflege von Angehörigen gefordert. „Pflegende Angehörige müssen auch dann noch ihre Rentenanwartschaft steigern können, wenn sie nach dem Eintritt in die Rente pflegen“, so Kerstin Brauer, stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union Kreis Olpe.

Großen Applaus gab es bei den Grußworten des Vorsitzenden der CDU Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann. Er werde im Fall eines Sieges bei der Landtagswahl die Hälfte der Posten im Kabinett mit Frauen besetzen. „Ein von mir geführtes Kompetenzteam und Kabinett wird paritätisch besetzt, 50 zu 50", kündigte der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 15. Oktober an. Bundeskanzlerin spricht Vor begeistertem Publikum in der Stadthalle hielt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine knapp einstündige Rede, in der sie nicht nur auf die Bedeutung der Frauen in der Gesellschaft hinwies, sondern auch in den Wahlkampfmodus wechselte.

„Für ein starkes Deutschland brauchen wir die Frauen. Frauen machen unser Land in ganz besonderer Weise stark“, stieg Merkel dann ins Thema ein. Gerade in Kindertagesstätten, Krippen, Schulen, da, wo Kindern das Rüstzeug mitgegeben wird, arbeiten überwiegend Frauen. Gleiches gelte für die Pflege. „Wo Menschen für Menschen arbeiten, das ist leider noch immer eine Frauendomäne“. Frauenquote Auch die Einführung der Frauenquote für Aufsichtsräte in börsennotierter Unternehmen brachte nicht den erwünschten Erfolg. Die Unternehmen verzeichnen hier null Prozent Steigerungen. „Wer so handelt, der provoziert, dass wir weitere rechtliche Regelungen durch führen müssen“, kündigte die Kanzlerin an. „Ich war nicht immer für die Quote.“ Die Quote für Aufsichtsräte sei Ausdruck der Tatsache, dass es auf freiwilligem Wege nicht geht, sagte Merkel. Notfalls werde man die Unternehmen, mit schärferen Regeln, zu mehr Frauenförderung zwingen.

Beim Bundesdelegiertentag der Frauen Union wurde auch der Bundesvorstand der Frauen Union neu gewählt.
Die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz, wurde mit einem überzeugenden Ergebnis wiedergewählt. Mit 93,14 Prozent wurde sie an der Spitze von den Delegierten bestätigt, die sie seit 2015 führt.

Aus Nordrhein-Westfalen wurden sechs Frauen in den geschäftsführenden (eine) bzw. in den erweiterten Vorstand (fünf) gewählt.

 

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